Einträge in #design thinking

organismus

Organisationen sind – näher betrachtet – uns Menschen nicht unähnlich: sie sind Organismen, die, solange man sie mit Nahrhaftem füttert, erstaunlich lange überleben können. Möchte man sie attraktiver machen, dann steckt man sie in neue Kleider; möchte man mit ihnen einen Wettkampf bestreiten, dann macht man sie schlank und fit; und möchte man, dass sie glücklich sind, dann gibt man ihnen eine sinnvolle Aufgabe!

pionier

Unternehmen richten sich auf die Zukunft: es ist daher auch kaum möglich, etwas zu unternehmen, ohne sich irgendwohin zu begeben. Wer sich nicht bewegen möchte, gründet am besten eine Bank. Oder arbeitet in der Verwaltung.

brücke

Unter den vielen Errungenschaften der Menschheit findet man grossartige Erfindungen wie das Rad, das Boot oder auch die Toilette. Wo wären wir, wenn diese Gegenstände nicht entstanden wären? Viele dieser Erfindungen sind heutzutage so selbstverständlich, dass man sich kaum Gedanken darüber macht, wie man ohne sie auskommen kann.

denken

Können Sie Design-denken? Oder vielleicht Quer oder auch Lateral? Systemisch? Ganzheitlich? Die Forscher entdecken – genau wie unser eins – immer neue Regionen in diesem Muskel, der da unter unserer Dachpfanne steckt: Noch lange ist das Potential unserer Denkfähigkeit nicht erschöpft, wohl auch, weil wir so viel Zeit damit verbracht haben, diesen Arbeitsspeicher falsch zu formatieren!

schublade

Auch wenn der Konstruktivismus behauptet, alles Wissen sei nur in unseren Köpfen (und was dort nicht sei, wäre kein Wissen), so kann man in weniger philosophischen Kreisen einfach sagen: „Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“! Dieses selektive Wissen ist praktisch, denn es schützt uns vor zuviel Wissen, vor dem Kollaps im Hirn, verursacht durch eine übervolle Speicherplatte.

gestalten

Der Para­dig­men­wan­del führt unsere Gesell­schaft ins Wis­sens­zeit­al­ter und sorgt dafür, dass sie ‚ver­flacht’: statt hier­ar­chisch überein­an­der, sind die Gesell­schafts­schich­ten nun neben­ein­an­der ange­sie­delt. Diese fla­chen Struk­tu­ren wer­den noch ver­stärkt durch das Auf­kom­men der neuen ‚fla­chen’ Tech­no­lo­gien: alles wird digi­tal. Das Inter­net und digi­ta­li­sierte Inhalte erlau­ben den schnel­len Zugriff und den schnel­len Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen und Gütern aller Art. Die Rolle des Men­schen in die­ser neuen Zeit ent­wi­ckelt sich von der eines Arbei­ters, zu der eines Kon­su­men­ten – so sähen es die Her­stel­ler zumin­dest gerne.

systemfehler

Ein Unternehmen ist ein System. Es besteht aus verschiedenen, voneinander losgelösten Teilen, die aber wiederum in einem Zusammenhang stehen. Läuft eines dieser Teile nicht rund, dann merken es die anderen: das System hat dann eine Schwachstelle, das die Leistung des Ganzen negativ beeinflusst.
Auch der Kunde ist ein Teil dieses Systems “Unternehmen” und er ist der Teil, der öfters nicht “rund läuft”. Kein Wunder, dass viele Unternehmen ihn am liebsten aus dem Gefüge herausnehmen würden. Und viele handeln dann auch danach.

ins herz

Es sei eine ‘kopernikanische’ Wende, so Götz Werner kürzlich in einer Rede, wenn man das bedingungslose Grundeinkommen einführen würde. Es wäre ein gesellschaftlicher Wandel, wenn man sich wieder auf das zurück besinnt, was diese Gesellschaft, als ökonomisches System, einst gebildet hat: nämlich auf das Vertrauen. Denn Vertrauen bildet die Grundlage unserer Wirtschaft; Indem wir reale Werte (Arbeitsleistung, Erzeugnisse, Lebensmittel) gegen abstrakte Werte (Geld, Kredit) eintauschen können und umgekehrt, können wir ein Wirtschaftssystem aufbauen. Ohne Vertrauen auf ein gutes Ende funktioniert so ein System nicht, etwas dass man besonders in Krisenzeiten erleben kann: Da gibt’s für eine Rolex ein Pack Butter, wenn man Dir traut.

abschalten

Das Design hat einen weiten Weg zurück gelegt: Wo zuerst Artefakte, Objekte und Kommunikationsmittel entworfen und gestaltet wurden, folgte das designen von Produkten, dann das designen von Software, von Diensten und neuerdings von ganzen Erlebnissen. Als quasi völlige Auflösung in’s Immaterielle, wendet man sich jetzt dem Design des Denkens zu: Design Denken ist die ultimative Königsdisziplin im Design und da man ‘im Hirn’ gestaltet und das Resultat Gedanken sind, kann auch ein ‘handwerklich’ unbegabter Mensch sich dieser Designdisziplin widmen, vorausgesetzt sein Gehirn lässt dieses Denken zu…

weiblich

Sie waren zu zweit gekommen, Tochter und Vater, um sich zu informieren, was es mit dem Studium zum Design Management so auf sich hat. Offensichtlich suchte die Tochter ein Studium, in dem sie ihre Neigung zum Kreativen und Gestalterischen folgen kann, wobei der Papa eindeutig etwas Handfestes im Sinn hatte, etwas, wo eine fundierte Berufsbefähigung heraus kommt, die in der Wirtschaft gesucht wird. Das ‘Management’ im Titel schien den Vater irgendwie zu beruhigen, daher galten seine Fragen eher dem Umstand, was das Design denn mit dem Management zu tun hätte.