Einträge in #design ausbildung

werk

Das kam hart an: die Studenten bestaunten die Tabelle und tuschelten angeregt, bis eine das Wort ergriff: „Geld ist eben nicht alles, man muss auch Spass haben am Job!“. Anlass war eine Übersicht in einer Broschüre von Einstiegsgehälter, aufgeteilt nach Fachbereichen: Design lag abgeschlagen auf dem letzten Platz, satte 22% weniger als der nächst bessere Fachbereich…

warum

Es ist ein wahres Wettrennen entstanden, wer die Welt in der einfachsten, aber gleichzeitig umfassenden Art zu beschreiben vermag. Da unsere Aufmerksamkeitsspanne, dank Internet und Millionen von Postings pro Minute, sich nurmehr auf einige Page-Impressions pro Tag beschränkt, ist all das, was prägnant und einfach heraussticht, bevorzugt. Längere und ausschweifende Texte brauchen Zeit, die kaum noch jemand zu haben scheint.

kritisch

Er konnte sich einfach nicht mehr halten und brach in ein lautes Gelächter aus. “Wie doof sind die denn!” prustete er hervor und schüttelte fassungslos den Kopf. Ganz anders die Kollegen von der Fakultät Musik, die ebenso fassungslos auf den Kollegen der Wirtschaft starrten – “wie kann man nur”, werden sie gedacht haben.

weiblich

Sie waren zu zweit gekommen, Tochter und Vater, um sich zu informieren, was es mit dem Studium zum Design Management so auf sich hat. Offensichtlich suchte die Tochter ein Studium, in dem sie ihre Neigung zum Kreativen und Gestalterischen folgen kann, wobei der Papa eindeutig etwas Handfestes im Sinn hatte, etwas, wo eine fundierte Berufsbefähigung heraus kommt, die in der Wirtschaft gesucht wird. Das ‘Management’ im Titel schien den Vater irgendwie zu beruhigen, daher galten seine Fragen eher dem Umstand, was das Design denn mit dem Management zu tun hätte.

ich-designer

Wir alle suchen den Superstar – oder auch das Top-Model!

Zu Millionen verfolgen wir, wie Menschen versuchen, sich im Wettbewerb gegenüber anderen durch zu setzten, um letztendlich im Rampenlicht zu (v)erstrahlen – auf dem Weg zu Ruhm und Erfolg! Und dabei ist es völlig egal was man kann, Hauptsache man zeigt überzeugend das, was die anderen nicht haben! Ist man nicht die Hübscheste, dann eben die Hässlichste, kann man nicht singen wie Pavarotti, dann eben die Katzenfuttermarke am Kot erschnuppern – um ganz oben auf dem Podest zu stehen, kommt es darauf an, einmalig zu sein und Einmaliges zu leisten. Ganz egal ob das, was dabei heraus kommt, irgendwen weiter bringt – außer sich selbst.

oxymoron

Ich kann mich immer schlechter damit anfreunden – mit dem Titel Design-Manager.
Je länger ich darüber sinniere, desto mehr wird er zum Oxymoron. Und dabei ist mir auch noch nicht klar, welches Teil im Titel nun das Unsinnige und welches das Scharfsinnige ist!

digital

Sie sind anders, finde ich… Oder liegt es daran, dass ich älter werde und genau in jene Falle trete, in die vor mir auch schon meine Eltern und deren Eltern getreten sind, nämlich in die des Vergessens? Natürlich rede ich von der Jugend: Die jetzige ist definitiv anders!

kreatives querdenken als wettbewerbsvorteil

Was ist denn eigentlich Kreativität, dass man mit ihr ‚Querdenken’ kann?

Eine Definition sagt, dass Kreativität die Fähigkeit des Menschen ist, bei Problemvorgängen neue oder andere Lösungsmöglichkeiten zu entdecken und diese auf geschickte Art in verschiedene Lebensbereiche zu projizieren. Zudem heißt es, dass Kreativität nur sehr wenig von der Intelligenz des Menschen abhängig ist, dass es vielmehr die Fähigkeit ist, größere Zusammenhänge zu sehen, losgelöst von Konventionen und Herkömmlichem.
Kreativität kommt von Schöpfungskraft, dem schöpferischen Denken!

design und ausbildung

Man darf nicht nachlassen, Design als seriöse, fundierte Berufsgattung und als marktwirtschaftlich notwendige Expertise zu bewerben und sein Image als exotisches, künstlerisches Schmuckwerk zu ersetzten.

Da hat sich über die letzten Jahre einiges getan: die Ausbildung zum Designer hat sich über das vergangene Jahrhundert hinweg einen steten Wandel unterzogen, in gleichem Maße wie sich die Wirtschaft und auch die Gesellschaft wandelte.
Zuerst sich auf die Ästhetik handwerklich erzeugter Artefakte beschränkend, verlagerte sich das Design zusehends auf die Gebrauchsaspekte der immer mehr industriell gefertigten Produkte. Allerdings haben vielfältige philosophische, politische, ideologische Auseinandersetzungen mit der Ästhetik, für unterschiedliche Ansätze im Design gesorgt.